Bericht über das internationale Treffen der Co-Counselgemeinschaften 2006 in Ungarn:
Jedes Jahr gibt es zwei große Treffen von Vertretern der Counselgemeinschaften aus der ganzen Welt. Eines findet in Europa, eines in USA statt. In Neuseeland ist es alle 2 (3) Jahre. Das Treffen in den USA wird überwiegend von amerikanischen Co-Counselern besucht oder kanadischen, die Veranstalter wünschen sich aber auch immer möglichst viele Teilnehmer/innen aus anderen Ländern.
Das Treffen in Europa wurde bisher besucht von Teilnehmer/innen aus
- England
- Irland
- Schottland
- Niederlande
- Deutschland
- Ungarn und
- Kanada
Da das Co-Counseln ein Selbsthilfeverfahren ist, das von der persönlichen Weitergabe lebt und keine Institution hinter sich hat, die Werbung macht und für die Verbreitung sorgt, oder die internationale, verbindliche Standards setzt. Für die Durchführung oder die Lehrerausbildung, bilden sich häufig neue Kommunitäten, ohne das die internationale Gemeinschaft etwas davon erfährt. So passierte es in diesem Jahr, dass Vertreter des Co-Counselling in Israel kamen, die schon einmal in Schottland an einem regionalen, schottischen Co-Counseltreffen teilgenommen hatten und nun auch das internationale Treffen kennen lernen wollten. Vor kurzem ging durch das Internet, dass es auch eine große Co-Counselergruppe in Sri Lanka (?) gibt, von der viele bisher auch nichts wussten. So erweiterte sich dieses Jahr der europäische Teilnehmerkreis um
Da auch Teilnehmer/innen aus Neuseeland und USA anwesend waren, fanden sich auf dem CCI – 2006 in Ungarn 63 Teilnehmer/innen aus 10 Ländern zusammen. Viele sind langjährige, erfahrene Besucher von internationalen Treffen und so war es eine aufgeschlossene, intensive Runde, die ein vielfältiges Programm unterschiedlicher Workshops entwickelten.
Ein besonderer Schwerpunkt dieses Treffens war die Frage, wie mit den unterschiedlichen Co-Counselkulturen umzugehen ist. Es gibt ja allein die große Trennung zwischen RC (re-evaluation Co-Counselling) und CCI (Co-Counselling International) dazu kommen Unterschiede der vielfältigsten Gemeinschaften, weil eine logische Konsequenz das Co-Counselling ist, dass wenn es Intelligenz und Kreativität befreit, diese auch eine Vielfalt von Ideen nach sich ziehen, eine Co-Counsellingkultur unterschiedlich zu gestalten. Bei aller Unterschiedlichkeit muss ja aber auch immer gefragt werden, welche Neuerungen die Grundelemente in Frage stellen oder ganz verneinen. Vor allem, wenn eine neue Gemeinschaft wie die Israelis dieses Mal sich anbinden wollen, ist diese Frage zu stellen und meist beginnt ein längerer, manchmal auch schmerzhafter Angleichungs- und Austauschsprozess, wie er vor Jahren mit uns Deutschen aus Münster ebenfalls gelaufen ist. Besonders im business–meeting fand dieses Thema Berücksichtigung und eine Vertreterin Ungarns, Agotha, schlug einen gemeinsamen Gruppenlernprozess vor im Sinne einer cooperative inquiry.
In diesem Rahmen wird immer auch die Frage gestellt, wer in den nächsten Jahren den CCI ausrichtet. Aus Deutschland waren Iris aus Hamburg, Clemens aus Münster, Till Walmsley aus Münster und Siglind Willms aus Münster anwesend. Sie stellten in Aussicht, dass die CIM-Jahresversammlung dies im September entscheiden würde. Inzwischen fiel diese Entscheidung.
Wir richten für das Jahr 2009 den CCI aus.
Das nächste CCI-Treffen findet vom 27. Juli bis 4. August 2007 in Soesterberg/Niederlande (s.a. www.cci2007.cocounselen.nl/ )statt.
Die Niederländer wünschen sich sehr, dass möglichst viele Deutsche kommen. Da es immer wichtig ist, möglichst viel Erfahrungen mit internationalen Treffen zu haben, wäre es sehr schön, wenn möglichst viel Teilnehmer/innen mit nach Holland kämen. Anmeldeformulare gibt es in der Kloppenburg.
Wie ein CCI genau abläuft, soll hier nicht weiter ausgeführt werden, sicher erscheint aber im Rahmen der CIM-Homepage noch eine genaue Darstellung dessen, wie ein CCI organisiert ist.
Für mich ist eine Woche internationales Treffen immer sehr anstrengend vor allem auch wegen der Auseinandersetzung mit Andersartigkeit. Ich kann aber auch sagen, dass sich durch die internationale Arbeit mein Horizont immer wieder weitet und meine Co-Counselkompetenz zunimmt.
Siglind Willms
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