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Terminkalender


(v.l.) Rose Evison, Siglind Willms, David Schütz, 
Johannes Risse


Rose Evison 


Bernhard Beck, Richard Horobin (r.) 

1. - 7. September 2005

 

 

 

 

Sehr geehrt fühlten sich das Team von Haus Kloppenburg und die CIM durch den Besuch von Rose Evison und Richard Horobin. Beide gehören zum Urgestein europäischer Co-Counselling-Geschichte. Seit mehr als 10 Jahren verteilen Siglind und Johannes schon einen Artikel von ihnen über das Co-Counselling. Siglind hatte die beiden auf dem CCI -USA im Frühjahr getroffen und sie hatten sich schätzen gelernt. Rose und Richard wollten unsere Art zu counseln und die Struktur der CIM näher kennen lernen. Dazu bot sich die Zeit vom 01.09. – 07.09. 2005 an.

In diese Zeit fiel ein freies Counseln am 1. Sonntag und ein Kurs „Co-Counselling für Frauen“. An diesem Kurs nahm Rose teil. Am Sonntag trafen sich nachmittags noch CounsellehrerInnen zum gemeinsamen Austausch. Zunächst gab Rose einen Impuls von dem, was für sie die Grundpfeiler des Counselns sind. Wir konnten uns sehr bestätigt sehen in dem, wie wir counseln und Counseln vermitteln. Entlastung sei für sie neben gelebten Bedingungen von Gleichwertigkeit im Kurs und in der Gemeinschaft das Fundament für alle Arbeit. „Nur wenn die LehrerInnen um ihre eigenen Muster wissen und offen in der Gruppe daran arbeiten, können sie counseln angemessen vermitteln“, sagte Rose. Sie bedauerte, dass dieses Fundament in vielen europäischen Gemeinschaften durch Techniken und Regeln ersetzt wird. Das Maß für Techniken und  Regeln müsste im Co-Counselling die Entlastung, der kathartische Prozess sein, sonst sei es eben nicht Co-Counselling. Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass es für einen solchen Prozess klare Sicherheitsbedingungen geben müsse. Die wichtigste Bedingung ist, dass alle – auch LehrerInnen – in gleicher Weise an ihren „Mustern und Problemen“ arbeiten. Als Grund, dass viele Abstand von der Entlastung nehmen, nannte sie die Abqualifizierung von Gefühlen in der Gesellschaft.

Das Gespräch über den Aufbau einer Counselgemeinschaft zeigte uns, dass wir mit dem Aufbau der CIM auf einem guten Weg sind. Es kamen die auch bei uns immer wieder diskutierten Spannungen zwischen Strukturlosigkeit und Hierarchie zur Sprache.

Zwischen diesen beiden Eckpfeilern sei eine angemessene, effektive Mitte zu suchen, die sich wieder auszurichten habe an größtmöglicher „Peer“-beteiligung. Das Gespräch ging beim anschließenden – von Siglind und Richard bereiteten – Kuchen essen weiter.

Um 17 Uhr kamen etwa 20 Teilnehmer zum freien Counseln und um Rose und Richard kennen zu lernen. Es waren wirklich bewegende Begegnungen, untereinander und mit Rose und Richard. Wir alle waren froh, dass Co-Counselling uns hilft, im Menschsein zu wachsen und aufmerksam zu leben.

Johannes Risse

www.cciwns.com